Extensive Bienenhaltung

 

Die extensive Bienenhaltung schließt bereits in großen Teilen ökologische, wesensgerechte und natürliche Ansätze ein. Extensiv kann jedoch auch die Bienenhaltung bezeichnet werden, in der bei einer konventionellen Arbeitsweise z.B. bewusst auf den Fokus auf einen möglichst großen Honigertrag zugunsten der Volksentwicklung verzichtet wird. Bei dieser Arbeitsweise gibt man den Bienen mehr Raum im Sinne einer eigenen, den Bedürfnissen angepassten Entwicklung. Oft lässt man Bienen die Waben selber bauen und unterstützt nur mit Anfangsstreifen. Honig wird bewusst im Volk belassen oder zu gefüttert.

 

#naturgemäßimkern #honigpresse #stadtimkern

Bienensterben

 

Wenn vom Bienensterben die Rede ist geht es nicht um die Honigbiene die von Imkern betreut werden und für uns eine unglaubliche Bestäubungsleistung erbringen und Honig noch dazu, sondern es geht um die über 2000 Wildbienenarten in Europa (600 davon in Deutschland)!

 

Wildbienen sind meist hochspezialisierte Insekten, die auch Honig und Nektar verzehren, Bienenbrut großziehen, Bestäubungsleistung erbringen, als Nahrung für andere Tiere dienen und wichtige Aufgaben für die Flora erfüllen. Das geht so weit das bestimmte Blumen von einer bestimmten Wildbienenart abhängig sind und die Wildbienenart von der Blume - so eng ist das Verhältnis das der eine ohne den anderen stirbt!

 

Die intensive Landwirtschaft, der Bodenverbrauch, die Verwendung von Spritzmitteln gegen Insekten und/oder Pflanzen sorgt dafür das die empfindlichen Abhängigkeiten der Wildbienen stark geschädigt oder zerstört werden.

 

Da helfen Bienepatenschaften für Honigbienen nur bedingt weiter. Jeder Imker, der bei Verstand ist achtet und pflegt die Natur, bevorzugt Blühpflanzen die Bienen- und Insektenfreundlich sind und genau das sollte JEDER auch tun! Wenn ihr einen Garten habt, pflanzt Insektenfreundliche Pflanzen, legt kleine Feuchtstellen als Insektentränke an, achtet auf die Blühzeiten der Gewächse damit so lange wie möglich Nahrung vorhanden ist, geht einfach sorgsam und respektvoll mit der Euch umgebenden Natur um - das wäre mal ein Anfang!

 

#insektentränke #trachtband #glyphosat #wildbienen #blühstreifen

Die 10 Jahreszeiten - Der phänologische Kalender

10 Jahreszeiten, die spinnen die Imker! Naja, die einen sagen so, die anderen so...

 

Wir kennen die meteorologische Einteilung in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter die Natur teilt das Jahr aber wesentlich differenzierter ein - nämlich nach den auftretenden Phänomenen, dem Wachsen und blühen der Pflanzen! Wenn Imker einander raten im März diese oder jene Tätigkeit an den Bienen durchzuführen, kommt es immer darauf an wo die Bienen stehen - in Italien an den Alpen oder in Ostfriesland am Meer!

 

Eine viel bessere Einteilung des Jahres orientiert sich direkt an der Natur, wenn der imkerliche Ratschlag lautet die Tätigkeit an den Bienen durchzuführen wenn die Saalweide blüht können alle Imker egal wo die Bienen stehen eher dem Rat befolgen. Die Saalweide als Frühblüher versorgt die Bienen mit dem ersten Pollen für die Aufzucht der Brut, ein wichtiger Zeitpinkt für Imker und Bienen. Die Weide blüht aber je nach Region zu anderen Zeiten, in manchen Gegenden mag es gar keine Saalweide geben, also ist der eigentliche Rat, wenn der erste Pollengeber blüht dann geht es los.

 

Genau dafür orientiert man sich beim Imkern an den natürlichen Jahreszeiten, dem phänologischen Kalender! Die 10 Jahreszeiten sind

  • Vorfrühling
  • Erstfrühling
  • Vollfrühling
  • Frühsommer
  • Hochsommer
  • Spätsommer
  • Frühherbst
  • Vollherbst
  • Spätherbst
  • Winter

Die Bezeichnungen Früh-, Hoch- und Spätsommer haben sich im Sprachgebrauch bis heute durchaus gehalten und man hört sie noch gelegentlich, die anderen Bezeichnungen sind nur noch Landwirten, Förstern und Imkern bekannt - gemeinhin Menschen die sehr naturnah arbeiten oder leben.

 

Die 10 Jahreszeiten orientieren sich an der Natur und den Pflanzen, in Deutschland beginnt der Vorfrühling z.B. mit dem Blühen der Erle, Haselnuss, Krokus, Pestwurz, Saalweide und den Schneeglöckchen - die genannten Pflanzen kann man auch als Zeigerpflanzen bezeichnen.

 

#phänologischerKalender #zeigerpflanzen #blühzeiten #klimawandel

Grünlandtemperatursumme (GTS)

Die Grünlandtemperatur oder Grünland-Temperatur-Summe (GTS) ist eine besondere Form der Wärmesumme. In der Agrarmeteorologie wird dieser Wert herangezogen, um in Mitteleuropa den Termin für das Einsetzen der Feldarbeit nach dem Winter zu bestimmen. Dabei werden ab Jahresbeginn alle positiven mittleren Tagesmittel erfasst und gewichtet aufaddiert; Tageswerte im Januar mit Faktor 0,5; im Februar mit Faktor 0,75; März und April mit Faktor 1,0. 
Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht.

Zeit für Honigräume

Der Imker kann die GTS heranziehen um besser abschätzen zu können, wann ein Aufsetzen der Honigräume auf Basis der Entwicklung der Natur (ca. Werte ab 400) erfolgen könnte. 

Marken bei den Grünlandtemperatursummen 

Ist die Grünlandtemperatursumme (GTS) von 200 Grad erreicht, haben sich die Böden so weit erwärmt, dass sie aufgenommenen und gespeicherten Stickstoff wieder verarbeiten und dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stellen können. Auch dem Blühbeginn vieler anderer Pflanzenarten sind bestimmte Grünlandtemperatursummen zugeordnet:


Anrufen

E-Mail